Theater und Philharmonie Essen GmbH – Wie geht es weiter?
Das in der Bewertung des Beratungsunternehmens actori GmbH erarbeitete Szenario 1 erzielt nicht den erforderlichen Kostenreduzierungseffekt sondern basiert hauptsächlich auf der Hoffnung drastisch steigender Besucherzahlen. Bei Anwendung des Szenario 3 wird das Schauspiel als Eigenproduktionssparte zwar abgebaut, durch die Weiterführung als Gastspielbetrieb bleibt das Schauspiel aber gleichwohl erhalten bei höherer Wahrscheinlichkeit des langfristigen Eintritts der erforderlichen Defizitreduzierung. Mit Blick auf die Haushaltslage der Stadt ist die Umsetzung des Szenarios 3 die plausibelste Lösung.
Unser Antrag im Wortlaut:
Die AfD-Fraktion beantragt, der Rat der Stadt Essen beschließt:
- Das von dem Beratungsunternehmen actori GmbH erarbeitete Szenario 3 ist durch die Geschäftsführung der Theater und Philharmonie Essen GmbH umzusetzen. Die Geschäftsführung wird beauftragt, die entsprechenden Maßnahmen mit dem Ziel einer möglichst schnellen Umsetzung unter Berücksichtigung sozial verträglicher Lösungen für die davon betroffenen Mitarbeiter zu berücksichtigen. Die unabhängig von den Optimierungsszenarien festgestellten qualitativen Verbesserungsmöglichkeiten sind durch die Geschäftsführung und die Intendanzen zu realisieren.
- Die Errichtung einer mittleren Spielstätte wird nicht umgesetzt. Der Beschluss des Rates vom 24.April 2024 (DS-Nr.0470/2024/2) wird aufgehoben.
- Sofern erforderlich, wird in die Theater und Philharmonie Essen GmbH eine einmalige Kapitaleinlage von bis zu 5.000.000 EUR aus dem Haushalt 2027 eingebracht.
- Der/die Vertreter/in in der Gesellschafterversammlung der Theater und Philharmonie Essen GmbH wird ermächtigt, die erforderlichen Beschlüsse zu fassen.
- Die Verwaltung wird beauftragt, gemeinsam mit der Theater und Philharmonie Essen GmbH einen „Zukunftspakt Bühne“ unter Maßgabe des Szenarios 3 zu erarbeiten und dem Rat zur Beschlussfassung vorzulegen.